Wie, du kannst nicht lesen?

Austausch und Zusammenarbeit am Weltalphabetisierungstag

Erwachsene, die nicht gut lesen und schreiben können, haben es im Alltag schwer. Sich in der Stadt zurechtfinden, Schreibanforderungen am Arbeitsplatz und was, wenn es jemand merkt? Dabei macht das Wissen um die Schwierigkeiten von Betroffenen oft den Unterschied. Wenn Menschen, die nicht gut lesen und schreiben können, Beratungsstellen, Jobcenter, Lernangebote und Arbeitgeber gut zusammenarbeiten, ergeben sich neue Wege und Möglichkeiten. Darüber sprechen wir am 7. September um 10.00 Uhr mit Wirtschaftssenatorin Dr. Melanie Leonhard, der Beauftragten für Chancengleichheit des Jobcenters, Lisa Struck, ehemaligen und aktiven Lernenden und dem Projekt GrundBildungsBrücken Hamburg.

Über “Tabuthemen” reden: In der Mitte des Einkaufszentrums Wandsbek Quarree

Christine Biskamp im Gespräch mit Wirtschaftssenatorin Leonhard 2025.

In Deutschland leben 6,2 erwachsene Menschen, deren Lese- und Schreibkenntnisse nicht ausreichend sind, um ihren Alltag zu bewältigen. Rechnerisch also jede achte Person, die uns begegnet. Trotzdem ist geringe Literalität ein Nischenthema, für Lernende schambehaftet und die Ausmaße kaum bekannt. Unser Gespräch findet gerade deswegen mitten im Lichthof, im Erdgeschoß des Einkaufszentrums Wandsbek Quarree. Gemeinsam sprechen wir darüber, was die Ursachen und Hürden im Alltag sind. Wir erfahren, welche niedrigschwelligen Angebote es in Hamburg gibt und wieso langfristiger Lernerfolg nur durch Netzwerkarbeit und Kooperation möglich ist. Im Anschluss informieren wir die Passant:innen vor Ort.

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AB SEPTEMBER: Lesen und Schreiben für die B1-Prüfung